BÖAG Börsen AG: Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover auch im dritten gemeinsamen Geschäftsjahr auf Wachstumskurs
> Börse Düsseldorf wächst mit Quotrix
> Börse Hamburg startet mit LS Exchange durch
> Börse Hannover punktet mit GCX
> Fondsbörse Deutschland behauptet Marktführerschaft
30.12.2019 – Zwanzig Jahre seit ihrem Bestehen befindet sich die BÖAG Börsen AG weiterhin auf Wachstumskurs. Die zum Start 1999 aus zwei Börsen bestehende Trägergesellschaft hat sich mittlerweile zu einer Gruppe mit drei Skontroführer-Börsen, zwei elektronischen Handelsplattformen und einer Fondshandelsplattform entwickelt. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr können die Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover in einem schwierigen Marktumfeld auf zwölf erfolgreiche Monate zurückblicken.
Insgesamt haben die BÖAG-Handelsplätze einschließlich Quotrix und LS Exchange 2019 ein Handelsvolumen von 31,4 Milliarden Euro erzielt. Damit liegen sie mit plus 11 Prozent nicht nur über dem Niveau des Vorjahres (28,3 Mrd. Euro), sondern konnten sich auch deutlich von einem insgesamt rückläufigen Gesamtmarkt lösen. „2019 konnten zwar die Kursverluste am deutschen Aktienmarkt wieder aufgeholt werden, die Handelsumsätze an den Börsen waren insgesamt jedoch rückläufig. Dabei konnte die BÖAG Börsen AG gegen den Trend ihre Position behaupten, was nicht zuletzt auf die erfolgreiche Entwicklung unserer elektronischen Handelssysteme Quotrix und LS Exchange zurückzuführen ist. Es zeigt sich, dass wir trotz eines herausfordernden Wettbewerbs mit unseren insgesamt fünf börslichen Plattformen gut positioniert sind“, erläutert Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG.
Börse Düsseldorf wächst mit Quotrix
Das seit 2001 an der Börse Düsseldorf betriebene Market-Maker-System Quotrix hat 2019 neue Marktteilnehmer wie Commerzbank, comdirect oder den neuen Kostenlos-Broker justTRADE hinzugewonnen und das Geschäft mit Währungsanleihen ausgebaut. Der Skontroführerhandel ist in den Asset-Klassen Aktien, Anleihen und Investmentfonds zurückgegangen; lediglich die Exchange Traded Products, inklusive der bei Anlegern beliebten ETFs, konnten mit über 30 Prozent erneut einen deutlichen Umsatzzuwachs vorweisen. Insgesamt ergab sich für die beiden Düsseldorfer Handelsplätze eine Umsatzsteigerung von rund 16 Prozent.
Daneben erfreute sich das Primärlisting-Geschäft weiter steigender Nachfrage. Neu hinzu kamen acht Aktiengesellschaften und 26 Anleihen. Das Qualitätssegment „Primärmarkt“ wuchs durch Upgrades aus dem allgemeinen Freiverkehr sowie über Dual-Listings. „Mit sechs neuen Kapitalmarktpartnern zeigen auch die Emissionsbegleiter ein erhöhtes Interesse an den Listing-Möglichkeiten der Börse Düsseldorf“, freut sich Geschäftsführer Thomas Dierkes.
Unverändert sammeln sich an der Börse Düsseldorf Unternehmen, deren Geschäftsfeld im Themenbereich von Blockchain-Technologie und Kryptowährungen angesiedelt ist. Im Umfeld der in diesem Jahr spürbar zunehmenden Aktivitäten rund um die Tokenisierung von Vermögensgegen-ständen und deren Handel ergeben sich auch für die Börse neue Perspektiven.
Börse Hamburg – LS Exchange startet durch
Das an der Börse Hamburg angesiedelte elektronische Handelssystem LS Exchange konnte 2019 entscheidende Meilensteine erreichen. Neu angeschlossene Handelsteilnehmer wie die Commerzbank, comdirect, S-Broker, BAWAG PSK, easybank, TRADE REPUBLIC und justTRADE sorgten für deutlich höhere Handelsumsätze und Trades in allen Assetklassen. Die LS Exchange erreichte bis Jahresende 2019 ein Umsatzvolumen von 1,6 Mrd. Euro bei überdurchschnittlichen Wachstumsraten in den letzten drei Monaten.
Der maklergestützte Fondshandel der Börse Hamburg konnte 2019 seine Position mit einem Umsatz in Höhe von 560 Mio. Euro ebenfalls gut behaupten. Der rückläufige Handel von in Liquidation befindlichen Offenen Immobilienfonds (OIFs) wurde durch zusätzliche Umsätze in neuen Immobilienfonds, Aktien- und Mischfonds und insbesondere durch ETFs kompensiert. Mit mehr als 3.500 Fonds gehört der Fondshandel Hamburg unverändert zu den führenden Handelsplätzen für Investmentfonds in Deutschland. Anleger haben hier die Möglichkeit, ihre Anteile ohne Ausgabeaufschlag zu Marktpreisen jederzeit kaufen und verkaufen zu können.
Börse Hannover mit Global Challenges Index „nachhaltig“ erfolgreich
Wie bereits in den zurückliegenden Jahren konnte der Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover auch im Jahr 2019 bei Performance und investiertem Volumen deutlich zulegen. Während Indizes wie der DAX oder der MSCI World auf Jahressicht eine Performance von 26 bzw. 29 Prozent erzielten, beendete der GCX das Jahr 2019 mit einem deutlichen Plus von 38 Prozent. Seit seiner Auflage am 3. September 2007 konnte der GCX insgesamt eine Wertsteigerung von 225 Prozent verzeichnen. Zudem konnte das Anlagevolumen in Lizenzprodukte auf den GCX auf rund 650 Millionen Euro (Vorjahr: 500 Mio. Euro) gesteigert werden.
Auch der German Gender Index konnte sich 2019 mit einem Plus von 24 Prozent erfreulich entwickeln. Im Index sind 50 börsennotierte, deutsche Aktien enthalten, die sich durch eine hohe Diversität in der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat auszeichnen. „Wir sind mit der Entwicklung unserer Indizes sehr zufrieden. Insbesondere der GCX hat bei Performance und investiertem Volumen unsere Erwartungen sogar übertroffen“, erläutert Hendrik Janssen, Vorstand der BÖAG Börsen AG.
Fondsbörse Deutschland – Zweitmarkt und Erstmarkt
Die Fondsbörse Deutschland blieb 2019 unangefochtener Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds. Über die Zweitmarkt-Plattform (www.zweitmarkt.de) der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG und ihrem Tochterunternehmen Deutsche Zweitmarkt AG wurde mit mehr als 7.300 Vermittlungen ein Nominalumsatz von rund 300 Millionen Euro erzielt. Bei den gehandelten Assetklassen dominierten weiterhin Immobilienfonds mit einem Umsatzanteil von 70 Prozent.
Ende September 2019 wurde die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG Mehrheitsgesellschafter bei der digitalen Zeichnungsplattform „Capital Pioneers“ für Anlageprodukte aus dem Bereich der alternativen Investmentfonds, Vermögensanlagen und Direktinvestments.
Der Bereich „Erstmarkt“ wurde ebenfalls weiterentwickelt. Der Ausbau eines B2B-Partnerportals wurde in 2019 optimiert und dadurch ein erfreuliches erstes Umsatzergebnis erzielt. Über www.erstmarkt.de können Anleger Alternative Investmentfonds (AIFs) online zeichnen. Die neue Zeichnungsplattform kombiniert neutrale Informationen mit der Option zur direkten Zeichnung – KAGB- und WpHG-konform. Sie bietet alle relevanten Daten zu aktuellen Produkten und deren Anbietern sowie Hintergründe rund um das Thema Sachwertinvestments.
Börse Düsseldorf erweitert den Kreis der Kapitalmarktpartner um Instant IPO und mwb fairtrade
02.08.2019 – Zwei Neuzugänge bei den Kapitalmarktpartnern kann die Börse Düsseldorf verzeichnen. „Mit Instant IPO und der mwb Wertpapierhandelsbank stoßen zwei interessante Adressen hinzu und bereichern den Kreis mit ihrer Expertise rund um Finanzierung, Platzierung und Handel“, so Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. Zu den Aktivitäten im Qualitätssegment Primärmarkt ergänzt er: „Des Weiteren haben wir unser Beiratsgremium wieder aktiviert und konnten mit dem Kapitalmarktrechtsexperten Dr. Thorsten Kuthe von Heuking Kühn Lüer Wojtek einen tief in der Branche vernetzten Fachmann für den Vorsitz gewinnen.“
Die Instant IPO SE aus München organisiert und koordiniert Börsengänge (IPOs) und Handelsaufnahmen (Listings) für kleine und mittelständische Unternehmen und bietet Beratung sowie Umsetzung bei Börsenmanteltransaktionen (Reverse Merger) an. Ergänzend begleitet sie börsennotierte Publikumsgesellschaften als Listing Partner bei der Erfüllung ihrer Folgepflichten sowie bei der Kapitalmarktkommunikation. Die Muttergesellschaft Instant IPO Holding AG ist seit dem Jahr 2000 selbst an der Börse gelistet (ISIN DE0005418404, WKN 541840).
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bildet für Unternehmen die Brücke zum Kapitalmarkt. mwb begleitet Unternehmen in ihrer Finanzierung über die Kapitalmärkte, seien es Aktien oder Anleihen. So unterstützt mwb bei Kapitalerhöhungen und der Ansprache von Investoren wie auch im Börsenhandel. Dabei hat das mwb-Team nicht nur den Primärmarkt im Blick, die Emission, sondern immer auch den Sekundärmarkt. Im Wertpapierhandel betreut mwb eine Vielzahl von Orderbüchern und stellt als Designated Sponsor für viele Unternehmen den fortwährenden Handel in ihren Aktien sicher. Auch nach der Emission ihrer Anleihen betreut mwb viele Emittenten, etwa bei der Organisation von Roadshows oder der Erfüllung von Folgepflichten. Seit 1999 ist die mwb-Aktie (ISIN DE0006656101, WKN 6656101) selbst an der Börse notiert. Dennoch ist mwb eine eigentümergeführte Bank. mwb ist Capital Market Partner der Deutsche Börse AG und im Mittelstandssegment m:access der Börse München als Emissionsexperte akkreditiert.
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Börse Düsseldorf begrüßt die futurum bank als neuen Kapitalmarktpartner
19.03.2019 – Der Kreis der Kapitalmarktpartner an der Börse Düsseldorf erweitert sich um die futurum bank GmbH aus Frankfurt am Main. Die ehemalige Tremmel Wertpapierhandelsbank hat Ende 2018 durch ein Management-Buyout des Geschäftsleiters Rainer Bergmann und die anschließende Übernahme durch die Bitcoin Group SE eine strategische Neuausrichtung vorgenommen. Als weiterer Geschäftsleiter der Bank fungiert Marco Bodewein, der auch geschäftsführender Direktor der Bitcoin Group SE ist. Herr Bodewein ergänzt das bestehende Serviceportfolio von Sales-Trading in Bonds und Equities, Designated-Sponsoring, Market Making und Electronic Trading der futurum bank um den Bereich Corporate Markets, für den er aus früheren Engagements bei verschiedenen Banken große Expertise mitbringt.
„Die Verbindung aus traditioneller Bankenwelt und innovativen digitalen Themen der Muttergesellschaft der futurum bank steht für eine spannende Entwicklung am Kapitalmarkt“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.
Rainer Bergmann, Geschäftsleiter der futurum bank, ergänzt: „Als mittelständische Investmentbank sind wir spezialisiert auf Transaktionenvolumina im Small und Mid-Cap Bereich. Neben unserer langjährigen Erfahrung mit neuen Märkten und Produkten unterstützen wir unsere Kunden in allen Bereichen der Bond-, Equity- und Debt-Strukturierung sowie -Platzierung und dem Handel und der Betreuung im Sekundärmarkt. Der Primärmarkt der Börse Düsseldorf ist für uns ein interessantes Segment, das wir sowohl für Kunden als auch unsere eigenen Produkte aktiv nutzen möchten.“
Der Primärmarkt der Börse Düsseldorf ist ein Listing-Segment im Freiverkehr, in dem sowohl Aktien, Anleihen als auch weitere Produkte wie z.B. Genussscheine notieren. Emittenten im Primärmarkt haben sich durch das Regelwerk der Börse dazu verpflichtet, besondere Publizitätsstandards einzuhalten und den Anleger fortlaufend mit allen wichtigen Informationen rund um das Unternehmen zu versorgen.
ODDO SEYDLER BANK AG ist neuer Kapitalmarktpartner der Börse Düsseldorf
26.02.2019 – Mit der ODDO SEYDLER BANK AG kann die Börse Düsseldorf für ihr Handelssegment Primärmarkt einen neuen Kapitalmarktpartner begrüßen. Der Finanzdienstleister aus Frankfurt ist Teil der ODDO BHF Gruppe und unterstützt mittelständische Unternehmen bei der Finanzierung über den Kapitalmarkt.
„Wir freuen uns, mit ODDO SEYDLER einen sehr aktiven Player im Kapitalmarkt für kleine und mittlere Unternehmen als Partner gewonnen zu haben“, so Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.
Der Primärmarkt der Börse Düsseldorf ist ein Listingsegment im Freiverkehr, in dem sowohl Aktien, Anleihen als auch weitere Produkte wie z.B. Genussscheine notieren. Emittenten im Primärmarkt haben sich durch das Regelwerk der Börse dazu verpflichtet, besondere Publizitätsstandards einzuhalten und den Anleger fortlaufend mit allen wichtigen Informationen rund um das Unternehmen zu versorgen.
Die ODDO SEYDLER BANK AG ist zudem im Market Making als Designated Sponsor, im Rentenhandel sowie als Aktien- und Renten-Spezialist am Parkett der Frankfurter Wertpapierbörse aktiv.
„America first“ ist Börsen-Unwort des Jahres 2018
- Zum 18. Mal wurde in Düsseldorf das Börsen-Unwort des Jahres gewählt
- Globaler Freihandel wird durch neuen US-Protektionismus herausgefordert
- Folgeplätze für Salami-Crash, Künstliche Intelligenz, Soft Brexit und FOMO
15.01.2019 – Das 18. Börsen-Unwort geht im Wesentlichen auf das Konto des US-Präsidenten Donald Trump: „America first“. Das in diesen zwei Wörtern zusammengefasste Wahlkampfversprechen wird unter seiner Regierungsverantwortung aktiv umgesetzt. Dieser nationale Egoismus stimulierte zwar im zurückliegenden Jahr zeitweise die US-amerikanische Konjunktur, wirbelte aber gleichzeitig die bisherige Weltwirtschaftsordnung gehörig durcheinander. Errungenschaften des Freihandels und der Globalisierung wurden durch eine zunehmende Unsicherheit abgelöst. Ein Zustand, den die konsequent international ausgerichteten Börsen überhaupt nicht mögen.
Etablierte multilaterale Handelsabkommen wurden einseitig aufgekündigt, Strafzölle gegen Europa und Asien eingeführt und Handelskriege als probates Mittel zur Stärkung der nationalen Wirtschaft wiederentdeckt. Mauern bauen und Brücken abreißen. In einer vielfach undiplomatischen und sprunghaften Art erschüttert oder euphorisiert Trump mit seinen vorzugsweise über Twitter verbreiteten Gedanken die Börsenwelt. Von einer Steuerreform zum Jahresanfang profitierten zunächst viele US-amerikanische Unternehmen, wenn auch vielleicht nur als Einmaleffekt. Gleichzeitig wurden in Ungnade gefallene nationale Unternehmen an den Pranger gestellt, Minister und andere Mitarbeiter im Regierungsapparat scheinbar beliebig ausgetauscht und für innenpolitische Themen der Government Shutdown als Druckmittel eingesetzt.
„Viele Schwankungen an den Finanzmärkten fielen 2018 in die Kategorie ‚politische Börsen‘, die gemäß einer populären Wertpapierhändler-Weisheit zwar eigentlich ‚kurze Beine‘ haben, aber in ihrer außergewöhnlichen Häufigkeit trotz solider Wirtschaftsdaten eben doch die Märkte treiben konnten“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. „Diese Unsicherheit ist Anfang des Börsenjahres 2019 immer noch präsent und auch für Probleme wie das Brexit-Verfahren und den Umgang mit der Staatsverschuldung in Italien stehen noch keine Lösung fest.“
Auf den Folgeplätzen der 2018er Unwort-Wahl landeten die Begriffe „Salami-Crash“, „Künstliche Intelligenz“, „Soft Brexit“ und „FOMO (Fear of missing out)“. Das Team der Düsseldorfer Börse ermittelt seit 2001 mit seinen Mitarbeitern, Maklern und Händlern im jährlichen Rückblick ein Börsen-Unwort, in Anlehnung an die 1991 ins Leben gerufene sprachkritische Aktion des Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser.
Bisherige Börsen-Unwörter:
„Bitcoin Boom“ (2017), „Anlagenotstand“ (2016), „Zinswende“ (2015), „Guthabengebühr“ (2014), „Billiges Geld“ (2013), „Freiwilliger Schuldenschnitt“ (2012), „Euro-Gipfel“ (2011), „Euro-Rettungsschirm“ (2010), „Bad Bank“ (2009), „Leerverkauf“ (2008), „Subprime“ (2007), „Börsen-Guru“ (2006), „Heuschrecken“ (2005), „Seitwärtsbewegung“ (2004), „Bester Preis“ (2003), „Enronitis“ (2002), „Gewinnwarnung“ (2001)

