Überrascht von der Flutwelle
Warnungen vor Börsen-Unwettern kommen so oft und regelmäßig, dass nur Wenige ihnen Aufmerksamkeit schenken und ihr Handeln danach ausrichten. Im ersten Halbjahr schien überwiegend die Sonne auf dem Parkett und aufziehende Wolken verschwanden meist schnell wieder. So hatte es sich der DAX im zweiten Quartal, von ein paar kurzen Gewittern im Mai abgesehen, bequem gemacht und plante selbstbewusst neue Hochs in Richtung 16.000 Punkte. Zwei negative Handelstage zum Ende letzter Woche kamen unauffällig daher, doch am Montag wurden viele Investoren schon von der Kurslücke zur Eröffnung überrascht und konnten einer ansteigenden Verkaufswelle zusehen.
Bis zu 3 Prozent und am Ende über 400 Punkte Minus im DAX hatte es schon lange nicht mehr gegeben. Auch von den US-Märkten kam nur wenig Hilfe. So ließen sich einige Anleger in einen Strom von negativen Nachrichten, fallenden Kursen und düsteren Prognosen mitreißen. Zu Recht? Das wird sich erst noch zeigen. Gestern entspannte sich die Lage wieder und der Dow Jones hat seine Verluste von Montag kräftig aufgeholt. Doch solche Extremlagen können in Zukunft öfters auftreten. Deshalb gilt es Vorsorge zu treffen und einen kühlen Kopf zu bewahren.
Wir sollten nach den ganz realen Unwetter-Katastrophen der letzten Woche erkennen, dass uns die Börsenbewegungen zwar groß und mächtig erscheinen, aber unsere von Menschenhand geschaffenen Dinge – und sogar unser Leben selbst – den unvorstellbaren Kräften der Natur manchmal hilflos ausgeliefert sind. Wir hoffen, es geht Ihnen allen gut.
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Newsletter vom 21. Juli 2021
Ihr Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

Jahresziele schon im Sommer erreicht?
Das erste Börsenhalbjahr 2021 ging mit ordentlichen Kurszuwächsen in die Bücher. Der DAX notierte 13,1 Prozent höher als Ende 2020, der MDAX folgte mit 10,6 Prozent knapp dahinter. Und auch sonst liegen bis auf Bundesanleihen und Gold praktisch alle großen Assetklassen im grünen Bereich: Die Eurozone war 15,8 Prozent stärker und der amerikanische S&P 500 sogar 18,8 Prozent im Plus, während sich das Kurswachstum in den Emerging Markets mit 11 Prozent etwas verlangsamte und in Japan bei 1,4 Prozent stockte.
Viele Jahresprognosen bei den Indizes sind stand heute schon erfüllt. Also war es das schon für 2021? Sicher nicht! In vielen Branchen ist noch Aufholpotenzial vorhanden. Trotz immer neuer Seitwärtsphasen in den Indizes ist von Langeweile an der Börse wenig zu spüren, sodass der Sommer zumindest an der Börse noch heiß werden kann. Es hat sich gezeigt, das echte Ausbrüche dynamisch verlaufen. Das Gleiche gilt bekanntlich für Virus-Varianten und das griechische Alphabet zählt übrigens 24 Buchstaben.
Die enorme Geldmenge, rekordverdächtig viele Börsengänge und verstärkte Aktivitäten der stetig wachsenden Gruppe von Kleinanlegern können die Börsen in jede Richtung treiben – auch oder gerade bei sinkenden Umsätzen in den Sommermonaten. Bleiben Sie auf der Hut und ruhen Sie sich nicht auf dem Erreichten aus!
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Newsletter vom 07. Juli 2021
Ihr Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

Kasse machen mit Pleiteaktien?
Die Sprünge an der Börse wirken faszinierend: Ein Aktienkurs kann um ein Vielfaches steigen, aber „nur“ um 100 Prozent fallen. Dazu ein Blick auf zwei prominente deutsche Pleiteaktien:
Vor einem Jahr kam die Ad-hoc-Meldung von Wirecard, dass der Jahresabschluss nicht wie geplant vorgelegt werden kann, weil 1,9 Mrd. Euro in der Bilanz fehlen. Das bedeutet Insolvenz. Am gleichen Tag halbiert sich der Kurs des DAX-Unternehmens; dann geht es nochmals um 50 Prozent abwärts. Die Aktie fällt in zwei Tagen von 105 auf ca. 25 Euro; am Ende der nächsten Woche steht sie bei 1,42 Euro – minus 98,6 Prozent seit der Nachricht. Spekulanten treiben den Wert dann nochmal in Richtung 10 Euro, aber derzeit stehen nur ca. 40 Cent auf dem Kurszettel. Dem wohl größten Finanzskandal der Nachkriegsgeschichte widmete sich ein parlamentarischer Untersuchungsausschluss, der gestern seinen Abschlussbericht vorstellte.
Ohne Betrugshintergrund in den Schlagzeilen sind gerade Adler Modemärkte. Das Unternehmen stellte diesen Januar den Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung, was den Kurs von 2,28 Euro um zwei Drittel auf 0,74 Euro einbrechen ließ (zu Höchstzeiten im Jahr 2015 waren es 14 Euro). Bis April pegelte sich die Aktie bei ca. 20 Cent ein, also über 90 Prozent Verlust, was zu erwarten war. Doch Mitte Mai wurde der Wert von deutschen Internet-Foren entdeckt und schoss ohne nennenswerte Nachrichten um bis zu 650 Prozent in die Höhe. Der erste deutsche „Meme Stock“? Viele Hobby-Spekulanten wollten mit dabei sein! Doch der Hype dauerte keine sechs Wochen. Gestern der Schock: Der insolvente Betrieb wird übernommen und sein Börsenlisting verlieren. Dabei wird über einen Kapitalschnitt das bestehende Eigenkapital mit den Verlusten verrechnet, was den Wert der Aktien auf 0 Euro sinken lässt. Statt bei 1,50 Euro vor zwei Wochen notiert der Kurs heute bei rund 20 Cent. Damit haben die Zocker wohl nicht gerechnet
Also, Finger weg bei Pleiteaktien! Was sich beim Kurs nach dem Absturz noch bewegt, wird an der Börse auch als Dead-Cat-Bounce bezeichnet.


Newsletter vom 23. Juni 2021
Ihr Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

30.06.2021 – Partner-Webinar: Eigenständig die richtigen Wertpapiere finden & mit optimalen Ein- und Ausstiegen an der Börse handeln

Einmalige Kombination aus Theorie und Praxis im Partner-Webinar:
Thomas Strelow (BÖAG Börsen AG) wirft einen Blick auf die aktuelle deutsche Börsenlandschaft, skizziert die Aufgaben der Träger– und Betreibergesellschaft und erklärt die Unterschiede zwischen Skontroführer- und Market-Maker-Handelsplätzen.
Ajder Veliev und Adrian Schmid (FinMent GmbH) geben praxisnahe Hilfestellung zur Selektion von Investmentchancen und Timing beim Börsenhandel:
- Starke Megatrends: So entdecken Sie Wertpapiere mit enormen Wachstumschancen vor allen anderen Anlegern
- Gewinne erhöhen: Prüfen Sie ihre Wertpapiere nach 32 Qualitätsstufen und investieren Sie nur noch die besten 0,1 %
- Umfassender Kapitalschutz: Wie Sie jede Aktie vor starken Kursverlusten bewahren – auch in Krisensituationen
- Handeln zum perfekten Zeitpunkt: Erfahren Sie, wie Sie bei jedem Wertpapier optimal ein- und aussteigen
- Direkt anwendbare Tipps: Profitieren Sie von professionellem Praxiswissen für Einsteiger und Fortgeschrittene
Über FinMent:
Als führendes Bildungsinstitut für Investments mit zweifacher staatlicher Anerkennung bekommen Sie von FinMent professionelles Praxiswissen. Sie erfahren, wie Sie die richtigen Wertpapiere ideal kaufen und verkaufen. Außerdem erhalten Sie direkt anwendbare Tipps und Expertenwissen für umfassenden Kapitalschutz an der Börse!
Über BÖAG Börsen AG:
Wir sind die Betreiber- und Trägergesellschaft der öffentlich-rechtlichen Börsen in Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelsplätze LS Exchange und Quotrix.


Referenten: Ajder Veliev & Adrian Schmid, FinMent GmbH und Thomas Strelow, BÖAG Börsen AG

Veranstalter: FinMent GmbH, Berlin